K5: Gießkannenprinzip oder Spezialdiagnostik? Testen wir teuer und falsch?
14.15 bis 15.15 Uhr

Position 1: Dr. Nazifa Qurishi | Praxis Gotenring | Köln    
Nur durch ein zielgerichtetes Screening von besonders riskierten Gruppen, beispielsweise Menschen, die sich Drogen injizieren, kann Hepatitis C effektiv diagnostiziert und behandelt werden. Hier müssen Ansprache und Therapieoptionen der Zielgruppe entsprechend ausgerichtet sein, da sie für das Angebot im Rahmen einer Vorsorgeuntersuchung Checkup 35 schlecht bzw. gar nicht zu erreichen ist. Das Modell Checkup 35 geht am eigentlichen Bedarf völlig vorbei.

Position 2: Dr. Uwe Naumann | Berlin
Die vielfach symptomlos verlaufende HCV-Infektion wird oft lange nicht entdeckt. Bleibt eine chronische Hepatitis-C-Erkrankung infolgedessen ohne wirksame Behandlung, kann die Leber nachhaltig geschädigt werden. Daher ist es wichtig, eine Infektion mit HCV möglichst zu erkennen, bevor die Leber irreparablen Schaden nimmt. Die Hinzunahme des Screenings auf eine Virushepatitis in der allgemeinen Gesundheitsuntersuchung („Check-up 35“) ist eine wichtige Ressource auf dem Weg zur Elimination.

Co-Chair:Domenico
Fiorenza | Luxemburg

Moderation:
Holger Wicht