Chemsex: Kommen wir an die Grenze der Konsumkompetenz und des akzeptierenden Ansatzes in der Prävention?

These 1:
Substanz konsumierende MSM stellen die Akteur*innen in der Aids- und Suchtkrankenhilfe vor besondere Aufgaben. Drogenkonsum beim Sex war immer schon ein Thema, ist also keineswegs ein neues Phänomen. Erst durch die neuen [synthetischen] Drogen ist dies auffälliger, weil hier deutlich wird, welche erheblichen Probleme in diesem Kontext entstehen. Für eine gelingende Prävention, Beratung und Therapie müssen alle Akteure des Hilfesystems (Aidshilfe, Drogenhilfe, Suchthilfeeinrichtungen, Kliniken und Arztpraxen etc.) sensibilisiert werden, entsprechende lebensstilakzeptierende Angebote zu schaffen. Es ist erforderlich, MSM die Kompetenzen zu vermitteln, dass, wenn sie Substanzen beim Sex konsumieren, dies unter den Aspekten von Harm Reduction erfolgt.

Referent: Michael Schuhmacher (Aidshilfe Köln)

These 2:
Das Modell der "Kompetenz im selbstbestimmten Substanzkonsum" versagt und somit sind die Behandlungsformen der Konsumreduktion und der Abstinenzbehandlung beim Konsum von Chrystal Meth letztendlich unvermeidbar und vielversprechender?

Referent: Prof. Mark Oette (Krankenhaus der Augustinerinnen in Köln)

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